(Deutsch) Wir nehmen Abschied von Ilja S. Kremer (Russland)

23. März 2020

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Mit tiefer Trauer müssen wir den Tod unseres langjährigen Kameraden und Mitglied des Ehrenpräsidiums Ilja Semjonowitsch Kremer mitteilen. Er starb am 23. März 2020 im Alter von 98 Jahren in Moskau.

Iljakämpfte in den Reihen der sowjetischen Streitkräfte im Großen Vaterländischen Krieg und war an der Befreiung von berlin 1945 beteiligt. Er war Jahrzehnte für die FIR aktiv, als politischer Sekretär, als Vertreter des sowjetischen bzw. russischen Veteranenverbandes und als Berater für internationale Beziehungen. Die FIR hat ihn mit dem Michel Vanderborght Award geehrt und als Mitglied des Ehrenpräsidiums mehrfach bestätigt.

Unser Beileid gilt seiner Familie und dem Kameraden des Russischen Verbandes der Veteranen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

(Deutsch) Corona-Virus und internationale antifaschistische Arbeit

14. März 2020

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Mit großer Sorge verfolgen die FIR und ihre Mitgliedsverbände die aktuelle Ausbreitung des Corona-Virus in Europa. Wir sind nicht nur besorgt wegen der die gesamte Gesellschaft erfassenden gesundheitlichen Aspekte, sondern weil diese Pandemie in vielfältiger Form die antifaschistische und Erinnerungsarbeit der FIR und aller Mitgliedsverbände betrifft.

Seit dieser Woche wurden in allen deutschen KZ-Gedenkstätten die internationalen Erinnerungsfeierlichkeiten aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung abgesagt. Die Absagen wurden – nach unseren Informationen – von den Gedenkstättenleitungen mit den Internationalen Lagerkomitees abgesprochen. Nur die Befreiungsfeierlichkeiten in Mauthausen im Mai 2020 sind noch nicht abgesagt worden. Jedoch ist die Gedenkstätte Mauthausen aufgrund einer staatlichen Verfügung bis Anfang April geschlossen. Das gleiche betrifft die Gedenkstätte Auschwitz, die bis Ende März vorläufig geschlossen wurde. Begründet wurden die Absagen der Veranstaltungen damit, dass insbesondere ältere Menschen zu den Hochrisiko-Gruppen gehören, deren Leben bei einer Erkrankung ernsthaft gefährdet ist. Wir begrüßen solche gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen, selbst wenn der politische Schaden aus unserer Sicht immens ist.

Auch die Projekte der FIR und ihrer Mitgliedsverbände werden durch diese Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie massiv behindert. In Ungarn musste die jährliche Verleihung des Radnoti Preises um einige Monate verschoben werden. In Italien sind die traditionellen Feiern zum 25. April, dem Befreiungstag, akut gefährdet. Die geplante antifaschistische Konferenz des Verbandes der russischen Veteranen muss ebenfalls auf die zweite Jahreshälfte verschoben werden. Und das großartige Jugendprojekt „Zug der Tausend“, der Gedenkzug von Brüssel nach Auschwitz, steht aufgrund der europaweiten Einschränkungen für die Reisemöglichkeiten und den gesundheitlichen Gefährdungen für die Teilnehmenden auf der Kippe.

Solche Einschränkungen sind politisch schmerzlich, aber wichtig ist in dieser Situation, dass alle unsere Mitstreiter und insbesondere die Veteranen des antifaschistischen Kampfes gesund bleiben und auch zukünftig ihren Beitrag für unsere gemeinsame Sache leisten können.

Es bleibt in der Verantwortung der FIR und ihrer Mitgliedsverbände, dass nach dem Abklingen der Pandemie die Staaten und die gesellschaftlichen Einrichtungen nicht „zur Tagesordnung“ übergehen.

Wir treten dafür ein, dass in allen Gedenkstätten in angemessener Form der Befreiung der Lager auch in den kommenden Jahren gedacht wird. Die nachvollziehbaren Absagen der diesjährigen Gedenkfeiern dürfen nicht zum Vorwand genommen werden, auch zukünftig, dieses Datum zu ignorieren.

Gemeinsam mit den Überlebende und ihren Angehörigen sowie den antifaschistischen Verbänden sind die Gedenkstätten auch zukünftig verpflichtet, eine würdige und dem Vermächtnis der Überlebenden entsprechende Gedenk- und Erinnerungsarbeit zu organisieren.

Die Tage der Befreiung und der Tag des Sieges am 9. Mai 1945 bleiben im kollektiven Gedächtnis der Völker und werden auch zukünftig begangen – unabhängig von Corona-Virus und anderen Einschränkungen.

(English) 27 January 1945 – 75 years ago the Auschwitz death camp was liberated

25. Januar 2020

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On 27 January 1945, the 60th Army of the First Ukrainian Front whose Commander-in-Chief was Marshal I.S. Konev, succeeded in liberating the Auschwitz extermination camp.

Auschwitz stands until today as a symbol for the incomprehensible monstrosity of the fascist extermination policy. Between the summer of 1940 and January 1945, more than 1.3 million people from all over Europe, Jews, Sinti and Roma, political opponents, and other marginalized persons were deported to the Auschwitz concentration and extermination camp. At least 1.1 million were murdered in the gas chambers, by shooting or by « extermination through work » for the IG Farben Company and other armament factories.

In the morning of January 27, 1945, the 322nd Infantry Division of the 60th Army of the First Ukrainian Front under the supreme command of Colonel General Pavel A. Kurochkin first reached the main camp at Monowitz. Units of the Waffen-SS and the Wehrmacht still offered bitter military resistance, so that more than 230 Soviet soldiers lost their lives during the liberation of Auschwitz. During the day, Red Army soldiers advanced to Auschwitz and Birkenau.

In the main camp, in Birkenau and Monowitz, they encountered only about 7,000 prisoners. Even in the first days after liberation, numerous prisoners died of exhaustion. Among the liberated were more than 200 children up to the age of 15, mostly twins, who were intended as test subjects for SS doctors. On the site itself, the Soviet soldiers found about 600 dead camp inmates, who had been shot by SS men just before their departure.

The survivors of Auschwitz formulated in a message at the beginning of March 1945: « We, the rescued former prisoners, owe our rescue to the brave Red Army and ask the international public and their governments to take note of this and to express our gratitude on our behalf.

For more than a decade, January 27 has been commemorated worldwide as an International Day of Remembrance for the Victims of the Holocaust, following a decision by the United Nations.

The FIR and its member federations will never forget the victims of the extermination policy and remind at the same time the liberation achievements of the fighters of the Red Army as part of the anti-Hitler coalition – especially not on 27 January 2020.

(Deutsch) 27. Januar 1945 – vor 75 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit

25. Januar 2020

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Am 27. Januar 1945 gelang es der 60. Armee der I. Ukrainischen Front, deren Oberkommandierender Marschall I.S. Konew war, das Vernichtungslager Auschwitz zu befreien.

Auschwitz steht bis heute als Symbol für die unfassbare Monstrosität der faschistischen Vernichtungspolitik. In das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz wurden vom Sommer 1940 bis Januar 1945 über 1,3 Mio. Menschen aus ganz Europa, Juden, Sinti und Roma, politische Gegner und andere Ausgegrenzte verschleppt, mindestens 1,1 Mio. wurden in den Gaskammern, durch Erschießungen oder durch „Vernichtung durch Arbeit“ für den IG Farben Konzern und andere Rüstungsbetriebe ermordet.

Am Vormittag des 27. Januar 1945 erreichte die 322. Infanteriedivision der 60. Armee der 1. Ukrainischen Front unter dem Oberbefehl von Generaloberst Pawel A. Kurotschkin zuerst das Hauptlager von Monowitz. Einheiten der Waffen-SS und der Wehrmacht leisteten noch erbitterten militärischen Widerstand, so dass über 230 sowjetische Soldaten bei der Befreiung von Auschwitz ihr Leben ließen. Im Laufe des Tages stießen die Soldaten der Roten Armee nach Auschwitz und Birkenau vor.

Im Stammlager, in Birkenau und Monowitz trafen sie nur noch etwa 7.000 Häftlinge an. Noch in den ersten Tagen nach der Befreiung starben zahlreiche Häftlinge an Entkräftung. Unter den Befreiten befanden sich über 200 Kinder im Alter bis zu 15 Jahren, zumeist Zwillinge, die als Versuchsobjekte für SS-Ärzte vorgesehen waren. Auf dem Gelände selber fanden die sowjetischen Soldaten etwa 600 Tote – Lagerinsassen, die von SS-Männern noch unmittelbar vor ihrem Abzug erschossen worden waren.

Die Überlebenden von Auschwitz formulierten Anfang März 1945 in einer Botschaft: „Wir, die geretteten ehemaligen Häftlinge, verdanken unsere Rettung der tapferen Roten Armee und bitten die internationale Öffentlichkeit und ihre Regierungen hiervon Kenntnis zu nehmen und in unserem Namen hierfür Dank abzustatten.“

Seit über einem Jahrzehnt wird – auf Beschluss der Vereinten Nationen – der 27. Januar weltweit als Internationaler Gedenktag für die Opfer des Holocaust begangen. Die FIR und ihre Mitgliedsverbände werden die Opfer der faschistischen Vernichtungspolitik und die Befreiungsleistungen der Kämpfer der Roten Armee als Teil der Anti-Hitler-Koalition niemals vergessen – gerade nicht am 27. Januar 2020.

 

(English) Impressions of XVIII FIR congress in Reggio Emilia

8. Dezember 2019

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Opening of the congress in « Sale di Tricolore »

Political opening speech of President Vilmos Hanti

Secretary General presented an illustrated political report

The delegates and guests followed the congress with high attention

An impressive wreath laying ceremony in the city centre of Reggio Emilia

 

(Deutsch) Impressionen vom XVIII FIR Kongress in Reggio Emilia

8. Dezember 2019

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Begrüßung der Delegierten und Gäste im « Sale di Tricolore »

Eröffnung der Konferenz durch Präsident Vilmos Hanti

Der Generalsekretär präsentiert einen illustrierten Rechenschaftsbericht

Die Delegierten und Gäste folgen aufmerksam der Konferenz

Eine würdige Kranzniederlegung in der Innenstadt von Reggio Emilia

 

(English) Support for the Bulgarian Antifascists

8. Dezember 2019

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The FIR supports the justified request of the Bulgarian veterans and anti-fascists to be recognized socially as fighters in the ranks of the Anti-Hitler-Coalition. The Congress decides that the following letter will be sent to the Bulgarian authorities:

 

TO:      MRS TSVETA KARAYANCHEVA, Chairwoman OF BULGARIAN PARLIAMNT

TO:      MR. BOYKO BORISOV, CHAIRMAN OF THE CONCIL OF MINSTERS OF BULGARIA

TO:      MR. RUMEN RADEV, PRESIDENT OF BULGARIA

We were surprised to understood that Bulgarians who take part of the in the anti-fascist struggle between 1941-1944 in Bulgaria are not recognized as veterans from Second World War. For us that mean that first as if underestimating and trample the memory of thousands of Bulgarian antifascists, who gave their blood for in the antifascist struggle and second we accept that fact as unrespect to those Bulgarian heroes who today are not alive.

Is it right those days when Bulgaria is full member of European Union, members of the antifascist resistance not to have official status of veterans of the Second World War? For us it is not right and equitable for us. How Bulgarian antifascist are different from their brothers, who take place in antifascist resistance in Europe? For us there is no such a difference! All of us courageously were fighting against Hitler’s fascism.

We would like officially to ask you honourable parliamentarian and political leaders to help us for the official recognition of Bulgarian antifascist as veterans from the Second World War from the Bulgarian parliament.

With that gesture you will not only show respect to Bulgarian antifascists whose number from years decreases because of the biological reasons  but also with that gesture you will give a solid guarantee of the Bulgarian public that you ensure the European values and traditions and also you will give an example of how you attribute in fighting against the neofascism today which works hard over the all continent. Let do not give a chance to neofascist fever to work in our countries.

We would like to wish you health, cheerfulness and success with your highly responsible work like European parliamentarians for the progress and wellness of the peace in whole Europe.

(English) Declaration against historical revisionism

8. Dezember 2019

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The delegates of the XVIII Congress of the Federation Internationale des Resistants (FIR) – Association Antifasciste are deeply horrified of accepted resolution of the European remembrance for the future of Europe on 19th September 2019 from European parliament.

It opens the doors of the European Union for fascist invasion. Moreover, it appeals European countries with all resources to provide that antinational politics, to cover atrocities and crimes of the fascism period of the Second World War. The fact is that 535 members of the European parliament delegated there from laboured and progressive Europe, occupied and repressed from Nazi Germany at the time of Second World War with clear majority accepted this bold and brazen resolution with fake content. That is how without any historical remembrance they defend revisionists, Russophobe’s and anti-communist positions and justifies neoliberalism.

How can the “United Europe” deny historical truth and to state that instigator of the Second World War is the Soviet Union, to state also that German-Soviet plan is the reason for Second World War’s events? How Europe can state that Nazi Germany and Soviet Union are Gemini who had the negotiations to separate the world by each other? How that New Europe can state the Red Army is not the liberator of Europe and it is enslaver and occupier?

We flatly opposed and deplore of accepted resolution of the European parliament. We also do not accept the faked historical events of that period. We appeal to all progressive thinking people to unite their forces in the battle with all tries of the rebuilding of the fascism;

We are for verification of the historical truth.

– The Soviet Union is not instigator of the Second Wold War.

– Never Nazi Germany and Soviet Union had negotiations for sharing the world.

– The Red army as part of the Anti-Hitler-Coalition had the biggest contribution for the liberation of Europe from Nazism.

We will defend historical truth of the Second World War and will be struggling for peace, freedom and demarcation in whole Europe and the world!

(English) Stop the financial attacks against VVN-BdA

8. Dezember 2019

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The FIR registers with concern that the German union of the pursued ones of the Nazi regime – association of anti-fascists (VVN-BdA) is attacked with the means of the tax law. Its political work against old and new Nazis, against racism and dismantling of democracy, for anti-fascist historical memory and international understanding as well as the support of the last still living contemporary witnesses from pursuit and resistance will be more complicate because of financial restriction.

While on one hand the politically responsible persons in Germany spoke full-bodied after the assassination attempt on a synagogue in Halle of the fight against extreme right and against anti-Semitism, on the other hand the largest anti-fascist organization in Germany is attacked on financial level. Thus, the tax authorities make a contribution to pursue anti-fascism – as it demands the extremely right AfD

The VVN-BdA calls under the slogan “anti-fascism must remain non-profit”:

“We demand the recognition of charity for our organization!

We demand practical support for all civil society groups and organizations that defend the basic values of the Basic Law against racist, anti-Semitic, nationalist and neo-Fascist attacks!”

The FIR supports the VVN-BdA in its fight around its non-profit character. We see in the procedure of the finance authority an attempt to make the organization politically gag-dead with the instrument of the tax law.

We call the German Federal Minister of Finance Olaf Scholz (SPD) and the land finance Ministers to stop these attacks on an active civilian-society organization in the fight against Neo-fascism and extreme right development.

We call our member federations to support the VVN-BdA by contacting German Embassies and sending protest notes against these attacks against the largest, oldest, non-party and non-denominational organization of anti-fascists in Germany.

(English) International day against Racism

8. Dezember 2019

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In 1966, the United Nations declared 21 March the “International Day against Racism”. The date commemorates the massacre of the South African racist government in Sharpeville, in which 69 people had been murdered six years before.

The apartheid regime in South Africa is history, but racism is unfortunately worldwide. We are witnessing an alarming increase in this inhuman ideology worldwide and the resulting discrimination through laws and other political decisions.

Therefore, the “international day against racism” is until today an important event, on which anti-fascists should set a common sign. In many countries there are in addition alliances, f. e. the movement “stand up to Racism” created with the web-side “#world against racism” a possibility for cross-linking.

All member federations of the FIR are requested to contribute in their countries to the fact that the 21. March 2020 becomes an impressive public action day against racism and extreme right agitation.

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